Ich wurde jetzt schon öfters gefragt, ob ich die Geschichten eigentlich plotte, sie also vorher plane und strukturiere. Amber befindet sich gerade in der Überarbeitung, ein neues Projekt steht in den Startlöchern. Da passt das Thema rund um den Plot also wunderbar. Ihr wolltet wissen: Plottest du eigentlich?

Nicht wirklich …

… das wäre wohl die beste Antwort darauf. Ich habe mal versucht, einen Plot zu erstellen, aber das hat einfach nicht funktioniert. Vor allem bei Skyler dachte ich noch, es muss mit Plot funktionieren. Also habe ich nach den ersten paar Seiten einige Überlegungen angestellt, doch es kam alles anders. Die Geschichte hat sich nachher so weit vom Plot entfernt und eine ganz eigene Dynamik entwickelt, dass ich nicht eingreifen wollte. Es hat sich einfach richtig angefühlt und wenn ich mir euer liebes Feedback dazu ansehe, war das wohl auch die richtige Entscheidung.

Trotzdem habe ich mir bei Amber gedacht: Jetzt musst du aber plotten. Denn: Skyler kam zwar ohne Plot aus, aber dafür war die Überarbeitung sehr zeitintensiv. Dadurch, dass es praktisch keine Struktur gab, habe ich die Geschichte ziemlich umgeworfen, ganze Szenen gestrichen und einige hinzugefügt. Bei Amber wollte ich es also anders machen und endlich plotten. Ich habe sehr viel recherchiert und mir einen lückenlosen Plot zusammengestellt (zumindest einen groben, denn die Details zu plotten funktioniert bei mir nicht). Und dann habe ich geschrieben und schon auf den ersten Seiten hat die Story wieder ihr Eigenleben entwickelt. Alles kam anders. Vermutlich aus Erfahrung habe ich direkt beim Schreiben zwar mehr auf die Struktur  geachtet, aber der Rest, der kam einfach währenddessen.

Wie ich es in Zukunft mache

Während der letzten Seiten im Amber-Projekt kam mir eine neue Idee (okay, die kam mir schon vorher), aber ich hatte irgendwie plötzlich eine Eingebung, wie der Anfang der Geschichte aussehen könnte. Also habe ich bereits begonnen, den dritten Roman zu schreiben. Es sind zwar nur ein paar Zeilen, aber wie ihr seht, bedeutet das, dass ich auch hier wieder ohne Plot starte. Im Nachhinein habe ich mir jetzt wieder Gedanken hierzu gemacht, aber mehr als eine grobe Struktur wird es auch hier nicht geben. Ich liebe es einfach, während des Schreibens zu entdecken und herauszufinden, was die Figuren erleben wollen. Übrigens: Ich schreibe die Story tatsächlich auch erst mal herunter, teils ohne zu viele Details. Die folgen dann in der Überarbeitung. Warum? Die Geschichte muss quasi „aus mir raus“ und zu Papier gebracht werden. Ich möchte den Fluss nicht stören und bisher fahre ich damit am besten. Aber wer weiß, vielleicht wird beim neuen Buch ja alles ganz anders … 😉

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